Unsere letzte Etappe

Nach genau 2075 km sind wir gestern, um viele interessante Erfahrungen reicher, wieder in Norddeutschland angekommen. In Münster stand im Vorfeld jedoch noch ein letzter Besuch auf unserer #ADLEReTour bei der Westfälischen Provinzial an. Dort trafen wir Herrn Bartscher (Abteilungsleiter Schaden) für einen kurzen Austausch und ein gemeinsames Foto vor dem imposanten Sitz der Versicherung. Ab Schwerte bei Dortmund haben wir uns erneut an den entlang der A1 platzierten RWE-Schnellladern orientiert. Mit Ausnahme eines kleinen Zwischenfalls an der Autobahnraststätte Tecklenburg, hat das auch wieder recht gut funktioniert. Und was war da passiert? Kurz vor Tecklenburg wurden wir noch einmal übermütig und testeten, ohne Rücksicht auf den Energieverbrauch, Beschleunigung und Geschwindigkeit des Nissan Leaf jenseits des ECO-Modus (bis über 150 Km/h). So erreichten wir den vorletzten Schnelllader quasi just in time, um dann festzustellen, dass die Ladestation defekt war – knapp 150 km vor Bremen. Leider konnten uns dann auch die Support-Mitarbeiter nicht weiterhelfen. Die einzige Information, die wir bekamen, war, dass Ersatzteile bestellt sind und wir auf die AC-Ladung der Kombisäule ausweichen müssten, was 5-6 Stunden Zeit in Anspruch genommen hätte. Auch die Ladestation auf der Gegenrichtung schien laut Support von dem Problem betroffen zu sein. Gedanklich saßen wir zu diesem Zeitpunkt eine gefühlte Ewigkeit an der Autobahnraststätte fest und durchforsteten bei schlechtem Netz unsere Vielzahl an Apps nach Alternativen. Kurz vor der völligen Resignation entschieden wir uns dennoch dafür, die gegenüberliegende Raststätte anzufahren und die Funktionsfähigkeit des dortigen Schnellladers selber zu überprüfen – und siehe da, wir hatten Glück! Nichts desto trotz bleibt festzuhalten, dass die Ladeinfrastruktur und vor allem die Verfügbarkeit und der reibungslose Betrieb von Schnelladern einen kritischen Faktor darstellen. Wäre unsere Planung hier einmalig nicht aufgegangen, hätte dies mindestens 6 Stunden Wartezeit oder eine zusätzliche Übernachtung zur Folge gehabt. Zudem plant zu mindest die RWE, wie wir dem Display auf der Station entnehmen konnten, die Schnelllader in absehbarer Zukunft nicht mehr kostenlos zur Verfügung zu stellen. Eine dreißig minütige Ladung auf 80% der möglichen Kapazität würde demnach 9 € kosten, was ca. 47 Cent pro kWh entspräche – ein mehr als stolzer Preis! Wir sind froh, dass alle Schnelllader bis dato noch kostenlos zur Verfügung gestellt wurden und uns auch die Hotels immer sehr entgegen gekommen sind. Auch wenn uns der fantastische Frühling der letzten Tage zunächst den Rücken zugekehrt zu haben zu scheint, hatte der Tag dennoch einen positiven Ausgang. Schnell noch durch die Waschstraße und zurück waren wir wieder in Bremen, nach unserem Abenteuer über 2.000 km quer durch Deutschland. Ein umfassender Rückblick bzw. unser persönliches Fazit folgt… Bis dahin noch einige Impressionen zum Innenleben unseres Nissan Leaf.