Die Auswertung der Messwerte von über 40.000 PV-Modulen der Testphase 2008 bis 2015 zeigt, dass Dünnschichtmodule deutlich anfälliger für Minderleistung waren

Bremen, 13. Februar 2018

Basierend auf den Messwerten der firmeninternen Datenbank von über 40.000 PV-Modulen während des Testzeitraums 2008 bis 2015 gewann ADLER Solar aufschlussreiche Erkenntnisse zur Qualität von PV-Modulen. Unter den zur einheitlichen Messung festgelegten „Standard Test Conditions“ (STC) wurde die Leistung von kristallinen- sowie Dünnschichtmodulen ermittelt.

Die Nennleistungen der überprüften Module reichten von 39 Wp bis 340 Wp. In der Auswertung, verantwortet von CTO Sönke Jäger, wurden dabei die Abweichungen von der angegebenen Nennleistung festgehalten: die Interpretation der ADLER Solar Messwerte zeigte, dass untersuchte Dünnschichtmodule deutlich anfälliger für Minderleistung waren als kristalline. Die Untersuchungsergebnisse ergaben zudem, dass die festgestellten Degradationsmechanismen überwiegend modulimmanent waren, d.h. in dieser Testserie befanden sich die Ursachen der Leistungsminderung primär auf Zellebene.

Welche Rolle spielten Mikrorisse?

Ein interessantes Resultat im Rahmen der Untersuchung kristalliner Module: zwischen Ausprägung von Mikrorissen und Leistungsminderung bestand keine eindeutig lineare Korrelation. Der Einfluss von Mikrorissen auf die Leistung der PV-Module war von vielen Faktoren – wie Rissform und -länge, Position auf der Zelle und Intensität ¬– abhängig. Außerdem wiesen auch PV-Module mit sehr vielen, stark ausgeprägten Mikrorissen oft nur eine Leistungsminderung unterhalb der Garantiegrenzwerte der Hersteller auf.

Degradation durch gezielte Repowering-Maßnahmen stoppen

„Folglich besteht vor allem für Anlagen mit Dünnschichtmodulen ein großes Repowering-Potenzial und damit die Chance, die betroffenen Module für die Restlaufzeit durch heutige, effizientere zu ersetzen. Dabei geht es nicht nur um einen simplen Modultausch, sondern ein intelligentes Re-Design Ihrer PV-Anlage anhand neuester Standards: von einer Neuausrichtung der Module bis hin zur vollständigen Optimierung des Einspeisekonzepts. Die frei gewordene Fläche kann für eine Neuanlage (bis 750 kW) genutzt und für diese gemäß EEG 2017 eine zusätzliche Festvergütung in Anspruch genommen werden – also eine klassische win-win Situation“, erläutert Sönke Jäger, CTO ADLER Solar.

Brancheninsider mit 10 Jahren PV- Erfahrung

Qualitätssicherung und Leistungsoptimierung von PV-Anlagen stehen seit nunmehr 10 Jahren im Fokus von ADLER Solar. Daher werden unsere Experten die Untersuchungen zur Qualität von PV-Modulen abhängig vom Modulalter und Herkunft fortführen. Auch die Unterschiede zwischen diversen kristallinen Zelltechnologien sowie eine separate Betrachtung von Neumodulen im Rahmen von Wareneingangskontrollen werden im Rahmen zukünftiger Projekte unter die Lupe genommen.

Kontakt ADLER Solar:
Bettina Duske
Senior Manager Marketing Communications
duske@adlersolar.de
+49 421 83 57 01 00

Für weitere Informationen zum Thema Repowering:
Sönke Jäger
CTO
repowering@adlersolar.de
0421-835 701 00

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