In den Sommermonaten treten bei Gewittern Überspannungsschäden durch Blitzschlag an PV-Anlagen gehäuft auf. Hierbei können Bypass-Dioden beschädigt werden. Selten sind dafür direkte Blitzeinschläge, sondern in der Regel eher induktive Spannungsentladungen bei PV-Modulen verantwortlich.

Wie aber werden Überspannungsschäden an PV-Modulen korrekt ermittelt?

Bypass-Dioden haben folgende Eigenschaften: Sie leiten den Strom in eine Richtung und sperren den Strom andererseits in die Gegenrichtung.
Dies kann man sich bildlich wie ein hydraulisches Ventil vorstellen, welches das Wasser nur in eine Richtung durchlässt und zuklappt, wenn das Wasser, z.B. aufgrund eines plötzlichen Druckunterschiedes, in die andere Richtung fließen würde.

Warum sind Bypass-Dioden in einem PV-Modul sinnvoll?

Der elektrische Strom fließt durch ein Photovoltaik-Modul und durchläuft in der Regel drei Zellstrings. Die drei Zellstrings sind untereinander durch Bypass-Dioden „getrennt“ (oder besser gesagt „unabhängig voneinander“), denn eine vollständige Abschattung auf einer einzigen Zelle, z.B. durch ein Laubblatt, würde ohne Bypass-Diode beinahe bis zum Totalausfall des gesamten Moduls führen, da die schwächste Zelle in einem Zellstring die Leistung des gesamten Zellstrings vorgibt. Dieser Effekt würde ohne Bypass-Diode auch die weiteren Zellstrings beeinflussen.
Da auch das schwächste Modul in einem Modulstrang die Leistung des gesamten Modulstrangs vorgibt, würde z.B. ein Laubblatt zu einer gravierenden Leistungseinbuße des gesamten Modulstrangs führen, wenn keine Bypass-Dioden installiert sind. Überdies würde sich die betroffene Zelle stark erhitzen, was zum einen ein Sicherheitsrisiko darstellen und zum anderen eine frühzeitige Alterung des Moduls bzw. Beschädigung begünstigen würde. Um dies zu verhindern, sind in einem klassischen (kristallinen) Modul drei Bypass-Dioden installiert, die den Strom in eine Richtung durchleiten.
Bei einer defekten bzw. „kurzgeschlossenen“ Diode, z.B. nach einer Überspannung, nennt man das Phänomen Niederohmigkeit. Diese defekte Diode führt zu einer auffälligen Leistungsmessung von 2/3 der üblichen Maximalleistung des Moduls, da von drei Zellstrings nur zwei aktiv Strom produzieren. Ebenso problematisch ist es, wenn eine Diode nach einem Überspannungsschaden nicht niedrig- sondern hochohmig ist, denn hier zeigt sich bei einer Leistungsmessung im normalen Betriebszustand kein messbarer Leistungsverlust. Wenn jetzt ein Schatten auf dieses Modul trifft, z.B. durch ein Laubblatt, führt dies annähernd zum vollständigen Ausfall des Moduls und somit auch zum starken Ausfall des betroffenen Modulstrangs.

Überprüfung von Überspannungsschäden

Zur Überprüfung von Überspannungsschäden wird häufig lediglich in eine Stromrichtung geprüft, also nur auf Niederohmigkeit. Das ist aber nur die „halbe Miete“.
ADLER Solar hat ein Verfahren entwickelt, um die durch einen Überspannungsschaden betroffenen Module im installierten Zustand zu detektieren. Durch das angewandte Messverfahren können niederohmige Dioden positionsgenau und hochohmige Dioden stringgenau lokalisiert werden. Es müssen also nur definitiv auffällige Modulstränge bzw. Module deinstalliert werden.
Außerdem hat ADLER Solar einen Diodentester zur fehlerfreien Diodenvermessung ohne aufwändige und kostspielige Leistungsmessungen sowie garantiegefährdende Öffnung der Anschlussdose für demontierte Module entwickelt.
Bei weiteren Fragen oder konkreten Anforderungen an unsere Testverfahren kontaktieren Sie bitte unseren Vertriebsleiter Claas Oltmann per Mail oder Telefon:
oltmann@adlersolar.de
Tel. 0421 83 57 01 00

ADLER Solar auf der Intersolar

Intersolar 2014

In der ersten Juniwoche präsentierte sich ADLER Solar gemeinsam mit seinem Tochterunternehmen BEC Solar und den Partnerfirmen pvXchange und Energya VM auf der Intersolar Europe in München.
Während der drei Messetage konnten wir uns über großen Zuspruch und eine starke Besucherresonanz auf unserem Stand in Halle B1 erfreuen. Der direkte Austausch mit schon langjährigen Kunden und zahlreichen neuen Kundenkontakten hat uns für unsere weitere Arbeit wieder wertvolle Hinweise gegeben. Wir freuen uns schon jetzt auf die nächsten Begegnungen, spätestens auf der nächsten Intersolar!

ADLER Solar und pvXchange schließen strategische Partnerschaft

Europas führender Solardienstleister ADLER Solar und pvXchange, der Betreiber der international bekannten Online-Vermittlungsplattform für Solarmodule und Anlagenkomponenten, haben eine strategische Partnerschaft geschlossen. Ziel ist, durch die Integration der jeweiligen Dienstleistungsangebote, Synergien und Kundenmehrwerte zu schaffen. Beide Unternehmen werden damit den stetig steigenden Anforderungen des Marktes und ihrer Kunden in Zukunft noch besser gerecht. ADLER Solar verfügt über langjährige Erfahrungen in der Solarbranche und hat sich vom Spezialanbieter für Rückrufaktionen zum herstellerunabhängigen Full-Service-Dienstleister in der Photovoltaik-Branche entwickelt. Vom After-Sales-Service über Garantieabwicklungen bis hin zum firmeneigenen Zolllager sind über 100 Mitarbeiter am Firmensitz in Bremen und europaweit tätig. pvXchange ist weltweit die erfolgreichste Vermittlungsplattform für Solarmodule, Wechselrichter und Zubehör. Über den bereits 2004 gegründeten Online-Marktplatz finden Anbieter und Abnehmer schnell und unkompliziert zusammen. Mit der Expertise aus mehr als 20.000 erfolgreichen Vermittlungsgeschäften und zehn Jahren Markterfahrung bringen die Mitarbeiter von pvXchange schnell und effizient den aktuellen Bedarf ihrer Kunden mit passenden Angeboten zusammen und helfen Herstellern bei der Verbreitung ihrer Produkte, sowie beim Einstieg in neue Märkte. ADLER Solar und pvXchange werden ihren Kunden künftig gemeinsam als

Servicepartner für Photovoltaik-Dienstleistungen zur Seite stehen. Des Weiteren werden pvXchange und ADLER Solar gemeinsam die Versorgung von Photovoltaik-Anlagen mit schadensbedingtem Austausch- bzw. mit Ergänzungsbedarf (Anlagenerweiterungen) mit Ersatzmodulen und anderen Anlagenkomponenten sicherstellen. Kunden profitieren damit vom Know-How und der Dienstleistungskompetenz beider Unternehmen.
„ADLER Solar hat mit pvXchange genau den richtigen Partner gefunden, unser Service-Portfolio um das Segment der Ersatzmodule und Komponenten abzurunden. Unseren Kunden können wir somit einen noch besseren Rundum-Service offerieren als bisher.“ so Gerhard Cunze, Geschäftsführender Gesellschafter von ADLER Solar. „Wir sind schon lange auf der Suche nach einem Partner, der ergänzende
Dienstleistungen vor allem in den Bereichen Qualitätssicherung und Logistik anbietet und ähnlich gut in der Branche vernetzt ist, wie pvXchange. Mit ADLER Solar haben wir diesen Wunschpartner gefunden!“ betont Martin Schachinger, Gründergesellschafter der pvXchange GmbH./two_third]

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