Auf der #ADLEReTour durch den Spessart bis zum Kloster Banz

Wir haben es geschafft – BERGFEST! Heute gegen 19:00 Uhr haben wir nach knapp 1.200 km das Ortsschild von Bad Staffelstein passiert. Da es leider schon dunkel war, werden wir ein entsprechendes Beweisfoto nachreichen müssen. Aber nun erst einmal zum Tagesverlauf. Wieder einmal hat es unser Hotel in Aschaffenburg, wie wir es bis dato über den gesamten Streckenverlauf erlebt haben, möglich gemacht über Nacht an einer „normalen“ Schuko-Steckdose vollzuladen. Die heutige Route führte uns dann über ca. 230 km von Aschaffenburg über Wolkshausen bei Würzburg und Kolitzheim nach Bad Staffelstein. Die Herausforderung dabei lag in der Überwindung von bis zu 500 Höhenmetern, denn es ging mitten durchs Spessart… Bereits auf dem Weg von Münster in Richtung Kassel durften wir ja bereits feststellen, dass unser Leaf es nicht sonderlich schätzt bergauf zu fahren, jedoch mit der Rekuperation auf den Anfahrten ordentlich punktet, so dass es bislang unterm Strich kaum zu außerordentlichen Einbußen der Reichweite kam. Auch auf der heutigen Tour können wir diese Erfahrungen nur bestätigen. Dennoch haben wir in der Navigation vorsichtshalber wieder die Eco-Route zum Zielort gewählt. Lustiger Nebeneffekt: Die Eco-Route scheute auch nicht davor zurück, uns die letzten Kilometer in Richtung Wolkshausen über mehr oder weniger betonierte Feldwege zu lotsen – alles, wie wir vermuten, im Sinne der Fahreffizienz. Zudem entgingen wir bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 70 km/h außerorts dem Unmut rebellierender Fernfahrer oder gestresster Pendler. Aus deren Perspektive wir eine gewisse Ungeduld mit uns natürlich nachvollziehen können. In Wolkshausen, bei der Firma SUNTEC Energiesysteme angekommen, wurden wir erneut herzlich empfangen. Während sich unser Leaf am CHAdeMO-Schnelllader von unserer kleinen Bergetappe erholte, durften wir bei schönstem Frühlingswetter, ein Getränk zu uns nehmen und interessante Gespräche mit dem Geschäftsführer Florian Golinski sowie Harald Leutner (Service Organisation) führen. Zum Abschluss gab es dann noch ein gemeinsames Foto, welches unsere Stimmung nach dem angenehmen Aufenthalt absolut wiederspiegelt. Besonders hervorzuheben ist außerdem, dass SUNTEC den ersten, uns bekannten Schnellader, über die eigene PV-Dachanlage (ca. 80 kWp) betreibt. Eine tolle Sache, deren konsequente Umsetzung der Thematik, wir uns für den Aufbau einer firmeneigenen Ladeinfrastruktur zum Vorbild nehmen werden! Voller Elan fuhren wir dann weiter zu BELECTRIC nach Kolitzheim, wo wir mit Herrn Yusuf Akdeniz, Key Account Manager, der Tochtergesellschaft BELECTRIC Drive für einen Austausch sowie eine Zwischenladung verabredet waren. BELECTRIC ist bereits seit 2009 im Bereich Elektromobilität unterwegs und betreibt eine Flotte von mehr als 50 Elektrofahrzeugen. Unter anderem entwickelt und produziert BELECTRIC Drive unterschiedliche Modelle einer äußerst intelligenten Ladeinfrastruktur, Energiespeichern und Solarcarports für Elektrofahrzeuge, von welcher wir uns live im Praxistest überzeugen durften – alles Made in Germany! Nachdem wir die Einladung für ein leckeres Mittagessen in der firmeneigenen Kantine dankend angenommen haben, nahm sich Herr Akdeniz die Zeit uns den BELECTRIC Drive Sitz im INNOPARK Kitzingen sowie die dortigen, infrastrukturbezogenen Testprojekte zu zeigen. Wir sind beeindruckt und durch den ganzheitlichen Ansatz sowie dem Einsatz innovativer Technologien überzeugt vom Erfolg des Unternehmens in diesem Segment. Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Akdeniz für den informativen und top organisierten Termin, die Probefahrt im Renault Zoe und die Auswertung des Ladeverhaltens unseres Fahrzeugs im Zusammenspiel mit der BELECTRIC-Ladebox – ein Thema mit dem wir uns noch intensiver beschäftigen werden, um Ladestopps in Zukunft noch besser planen zu können. Der Besuch war jedenfalls ein gelungener Tagesabschluss. In Bad Staffelstein angekommen waren wir natürlich mächtig stolz, aber auch k.o. von der langen Reise. Wir freuen uns auf die Zeit beim PV-Symposium und werden natürlich weiterhin berichten, bevor wir am Donnerstag unsere Rückreise antreten. Bis dahin übernachtet unser Leaf im Innenhof des Kloster Banz und wir stehen gerne für weitere Gespräche zur Verfügung, zumal wir auf unserer Fahrt haben gelernt haben, dass Interesse und Skepsis an der Technologie und ihren Möglichkeiten, aber auch Einschränkungen zum heutigen Stand der Dinge (noch) gleichermaßen groß sind.