Unser Tochterunternehmen, die BEC Solar GmbH in Anzing bei München, wird ab dem 01. April 2015 als ADLER Solar am Markt agieren. Im März letzten Jahres hatte ADLER Solar das Unternehmen, das seinen Ursprung in der BEC Engineering GmbH hat, mit den Schwerpunkten Planung, Analyse und Bewertung gegründet. Seitdem sind die Teams in Anzing und Bremen – trotz der räumlichen Distanz – zunehmend zusammen gewachsen. Da es in vielen der gemeinsamen Projekte immer häufiger zu Überschneidungen kommt und an beiden Standorten die gesamte Leistungspalette gefragt ist, hat sich ADLER Solar dazu entschlossen, das profunde Fachwissen und den großen Erfahrungsschatz beider Unternehmen zu bündeln. Damit können wir Ihnen in Kürze von beiden Standorten alle Dienstleistungen – die bekannten BEC Solar Leistungen sowie die etablierten ADLER Solar Services – als das komplette Service-Portfolio von ADLER Solar zur Verfügung stellen.

ADLER Solar – Der Ratgeber – Teil 2

Im vergangenen Newsletter haben wir mit einer Ratgeber-Serie zur Inbetriebnahme- und wiederkehrenden Prüfungen von Photovoltaik-Anlagen begonnen. Heute lesen Sie den zweiten Teil mit den Abschnitten zur Bedeutung der Dokumentation und zur Wiederkehrenden Prüfung und Erstinbetriebnahme nach VDE 0126-23. Hackmann_IMG_1215 Den bisherigen Teil des Ratgebers finden Sie hier auf unserer Homepage. Im kommenden Monat lesen Sie dann im Newsletter den abschließenden Teil dieses Ratgebers. Unser Autor ist der Leiter der Abteilung Solar Engineering im Hause ADLER Solar, Herr Heinz Hackmann.

3. Bedeutung der Dokumentation

Im praktischen Betrieb von Photovoltaik-Anlagen zeigen sich viele Fehler, die wiederholt vorkommen und die zum Teil den sachgerechten Betrieb stören oder zu Ausfällen der Produktion führen. Ein Prüfprotokoll über die Inbetriebnahme einer fertiggestellten Photovoltaik-Anlage ist selten vorzufinden. Daher müssen bei den meisten Prüfungen im Betrieb befindlicher Anlagen zunächst alle Schritte der Erstprüfung durchgeführt werden. Ordnungsgemäße Prüfungen können nur bei Vorliegen einer Dokumentation der Photovoltaik-Anlage durchgeführt werden. Fehlende Dokumentationen erschweren die Prüfung und erzeugen zusätzlichen Aufwand. Die notwendigen Unterlagen werden in den folgenden Kapiteln beschrieben.

4. Wiederkehrende Prüfung und Erstinbetriebnahme nach VDE 0126-23

4.1 Allgemeines zur Dokumentation
Der Zweck einer Dokumentation nach VDE 0126-23 ist die Auflistung des Mindestumfangs der Unterlagen, die im Anschluss an die Installation einer netzgekoppelten Photovoltaik-Anlage bereitgestellt werden sollte. Es soll damit sichergestellt werden, dass die wichtigsten Systemdaten dem Kunden, Prüfer oder Wartungsunternehmen problemlos zur Verfügung stehen. Die Dokumentation soll grundlegende Systemdaten und die Angaben, von denen erwartet wird, dass sie im Betriebs- und Wartungshandbuch angegeben werden enthalten:

4.2 Angaben in einer Dokumentation
1) Systemdaten
2) Angaben über den Systementwickler
3) Angaben über Systeminstallateure
4) Stromlaufplan Stromlaufplan – Allgemeine Festlegungen Stromlaufplan – Angaben zum Photovoltaik-Strang Stromlaufplan – Elektrische Einzelheiten des PV-Generators Stromlaufplan – Erdung und Überspannungsschutz Stromlaufplan – Wechselstromnetz
5) Datenblätter
6) Angaben über die mechanische Konstruktion
7) Betriebs und Wartungsangaben 8) Prüfergebnisse und Inbetriebnahmeangaben

4.3 Prüfung von Photovoltaik-Anlagen
Eine Prüfung des Photovoltaik-Systems ist unter Berücksichtigung von DIN VDE 0100-600 und VDE 0126-23 bei Fertigstellung einer neuen Anlage oder nach Fertigstellung von Erweiterungen oder Änderungen an bestehenden Anlagen durchzuführen. Jede Installation von Untersystemen und Komponenten muss, soweit es praktisch gerechtfertigt ist, während der Errichtung und bei Fertigstellung vor der Inbetriebnahme durch den Benutzer mit Verweis auf die DIN VDE 0100-600 geprüft werden. Die Erstprüfung muss einen Vergleich der Ergebnisse mit anwendbaren Kriterien einschließen, um zu bestätigen, dass die Anforderungen von DIN VDE 0100-600 eingehalten worden sind. Die Prüfung besteht auch hier aus den Hauptschritten:
1) Besichtigen
2) Prüfen (Erproben und Messen)
3) Prüfbericht

4.4 Besichtigung In VDE 0126-23 ist ein Mindestumfang der Nachweise hinterlegt, die das Besichtigen der Photovoltaik-Anlage erbringen muss. Die Hauptpunkte der Besichtigung bestehen aus:
1) Besichtigung des Gleichstromsystems unterteilt in 10 Fragen
2) Schutz gegen Überspannung / elektrischen Schlag unterteilt in 3 Fragen
3) Besichtigung der Wechselstromseite unterteilt in 3 Fragen
4) Aufschriften und Kennzeichnung unterteilt in 8 Fragen Weiterhin wird in VDE 0126-23 darauf verwiesen, dass beim Besichtigen die Anforderungen von DIN VDE 0600-100 einzuhalten sind.

4.5 Prüfen In VDE 0126-23 wird angemerkt, dass die Prüfung der elektrischen Anlage nach den Anforderungen von DIN VDE 0100-600 durchzuführen ist. Im Falle eines festgestellten Fehlers sind nach der Behebung des Fehlers alle vorangegangen Prüfungen zu wiederholen, wenn die Prüfergebnisse durch diesen Fehler beeinflusst wurden. Die Prüfschritte sollten vorzugsweise in folgender Reihenfolge vorgenommen werden:
1) Prüfung aller Wechselstromkreise nach den Anforderungen von DIN VDE 0100-600
2) Durchgängigkeit des Schutz- und Potentialausgleichleiters
3) Polaritätsprüfung
4) Prüfung der Leerlaufspannung jedes Stranges
5) Prüfung des Kurzschlussstroms jedes Stranges
6) Funktionsprüfung
7) Isolationswiderstand der Gleichstromkreise Der abschließende förmliche Prüfbericht („Prüfbuch“ nach DGUV Vorschrift 3) muss die folgenden Angaben nach enthalten:
1) Zusammenfassende Beschreibung des Systems ( Name. Adresse. usw.)
2) Verzeichnis aller besichtigten und erprobten Stromkreise
3) Einen Bericht der Besichtigung
4) Einen Bericht der Prüfergebnisse für jeden erprobten Stromkreis
5) Empfohlenes Intervall bis zur nächsten Prüfung
6) Unterschrift der Personen, die die Prüfung durchgeführt haben

4.6 Anmerkung zur Erstprüfung: Die Prüfung einer neuen Anlage ist nach Anforderung der VDE 0126-23 Abschnitt 5 durchzuführen. Der Prüfbericht zur Erstprüfung muss zusätzliche Angaben hinsichtlich der Personen enthalten, die für Konstruktion, Bau und Prüfung des Systems verantwortlich sind, sowie den Umfang ihrer entsprechenden Verantwortlichkeit.

In Tokyo und Bad Staffelstein – großes Interesse an ADLER Solar

pvexpoMit ganz viel Neugier und hohen Erwartungen flog das Team von ADLER Solar Mitte Februar nach Japan, um zum ersten Mal an der PV Expo in Tokyo teilzunehmen. Gemeinsam mit dem japanischen Unternehmen SolarWorks Co. Ltd. hatte ADLER Solar zuvor die Gründung eines unternehmerischen Joint Ventures bekannt gegeben. Auf der PX Expo erfuhr der gemeinsame Messestand hohe Aufmerksamkeit und rege Nachfrage. Von Japan ging es fast direkt in fränkische Bad Staffelstein, wo im Kloster Banz das 30. OTTI PV-Symposium statt fand. ADLER Solar stellte als Sponsor allen Teilnehmern eine praktische Konferenztasche zur Verfügung und informierte im historischen Gemäuer über sein umfassendes Dienstleistungsportfolio. Im Innenhof des Klosters bekamen die Besucher einen praktischen Einblick in eines unserer mobilen Testcenter beim gemeinsamen Glühweinausschank mit MBJ Services.

ADLER Solar auf der ersten Solarpraxis-Betreiberkonferenz am 27. März

oltmann_klIn Kirchdorf/Haag in Bayern findet am 27. März die erste PV-Betreiberkonferenz von Solarpraxis statt. ADLER Solar wird mit einem Team über sein Angebot für Anlagenbetreiber informieren. Vereinbaren Sie gerne schon jetzt einen Termin mit unserem Vertriebsleiter Claas Oltmann: oltmann@adlersolar.de