Mit „Sebastian“ und „Xavier“ sind Mitte September und Anfang Oktober gleich zwei gewaltige Sturmtiefs über weite Teile Deutschlands hinweggebraust. Die schweren Böen in Orkanstärke haben teilweise verheerende Schäden angerichtet. Auch Photovoltaik-Anlagen blieben davon nicht verschont.

Wie finden Sie heraus, ob Ihre PV-Anlage Schaden genommen hat? Welche Maßnahmen sind einzuleiten, wenn Sie betroffen sind? Thomas Malohn, PV-Sachverständiger für Anlagen- und Schadensanalyse bei ADLER Solar, gibt Ihnen die Antworten auf diese und weitere Fragen.

1. Welche Beschädigungen kann ein Sturm an PV-Anlagen generell anrichten?

Die Schäden können – je nach Windstärke und -richtung – sehr unterschiedlich ausfallen:
Durch umherwehende Äste oder andere Gegenstände entstehen beispielsweise Kratzer auf dem Solarglas, in schlimmen Fällen bricht das Glas der Module und/ oder es entstehen Mikrorisse, die für das bloße Auge kaum sichtbar sind.
Solarmodule können sich durch heftige Windböen auch komplett aus der Verankerung lösen, so dass Module und die Unterkonstruktion in Mitleidenschaft gezogen werden.
Auch die Standsicherheit der gesamten Unterkonstruktion der PV-Anlage kann durch ggf. sich lösende Verbindungen (Klebung, Schrauben, Nieten) verändert und beeinträchtigt werden.

2. Wie prüfe ich nach einem Sturm, ob meine PV-Anlage Schaden genommen hat?
Bei sichtbaren Schäden, wie z.B. Glasbruch, Verformungen oder Verschiebungen von Anlagenteilen, müssen Sofortmaßnahmen zur Gefahrenabwehr veranlasst werden. Zudem ist es wichtig, alles detailliert zu dokumentieren, vor allem mittels Fotoaufnahmen der PV-Anlage und speziell der betroffenen Beschädigungen. Die zuständige Versicherung muss zudem unverzüglich informiert werden. In Abstimmung mit der Versicherung gilt es, die PV-Anlage durch einen Fachbetrieb überprüfen zu lassen. Dieser kontrolliert dann die Standsicherheit sowie die elektrotechnischen Beschädigungen bzw. Veränderungen. Auch das Ertragsverhalten der PV-Anlage sollte analysiert werden: gibt es Auffälligkeiten bei den Ertragsdaten im Vergleich zu den Vorwochen?
ADLER Solar steht betroffenen Anlagenbesitzern gern mit weitergehender Expertise zur Seite.

3. Bei Schäden und Funktionsbeeinträchtigung: Wie gehe ich weiter vor?
Der Fachbetrieb kontrolliert die Anlage auf Schäden und Beeinträchtigungen. Hier unterstützt ADLER Solar die Installateure, falls erforderlich, mit tiefergehenden Untersuchungsmethoden. Durch Elektrolumineszenz (EL) Messungen können beispielsweise innere Beschädigungen, wie Mikrorisse oder Zellbrüche, sichtbar gemacht werden. Diese führen wir entweder direkt vor Ort im eingebauten Zustand oder in unseren Mobilen PV-Testcentern (MBJ) durch.
Weiterführende Qualitäts- und Leistungstest mit modernsten Prüftechnologien an Solarmodulen und Komponenten sowie Reparaturen werden von unseren Experten in unserem speziell ausgerüsteten Service Center übernommen. Installateure profitieren – neben unserer Unterstützung durch tiefergehenden Mess- und Prüfeinsätze – auch von der Beschaffung von (selteneren) Ersatzmodulen. Grundsätzlich empfehlen wir, alle Maßnahmen im Vorfeld mit der zuständigen Versicherung abzustimmen.

4. Wann muss ich die Versicherung informieren? Was gilt es zu beachten?
Die Versicherung ist unverzüglich nach dem Schadenereignis bzw. der Kenntnisnahme eines möglichen Schadens zu informieren. In der Regel wird über die Versicherung ein zertifizierter PV-Sachverständiger, wie beispielsweise von ADLER Solar, hinzugezogen, der sich den Schaden vor Ort anschaut und eine professionelle Einschätzung und Handlungsempfehlung gibt.
Seit vielen Jahren arbeitet ADLER Solar mit Installateuren, PV-Sachverständigen und Versicherungen zusammen: Die Prozesse sind abgestimmt und eingespielt und bedeuten damit für die betroffenen Anlagenbesitzer eine schnelle Instandsetzung.

Thomas Malohn ist seit 2011 als Sachverständiger für Anlagen- und Schadensanalyse für ADLER Solar tätig. Der Meister der Elektrotechnik ist VdS anerkannter Sachverständiger für PV-Anlagen sowie VDE geprüfte Blitzschutzfachkraft.

Tel. +49 421 83 57 01 00  | malohn@adlersolar.de

 

Qualität von PV-Modulen: Fachvortrag beim Forum Neue Energiewelt

Im Rahmen des 18. Forum Neue Energiewelt, das am 16. und 17. November in Berlin stattfindet, wird Sönke Jäger, CTO von ADLER Solar, einen Fachvortrag innerhalb des Themenblocks „Qualität von PV-Bestandsanlagen“ halten. Darin wird er u.a. die Ergebnisse einer aktuellen Auswertung der ADLER Solar Moduldatenbank vorstellen, basierend auf einer Analyse von 40.000 Modulen der Baujahre 2008 bis 2015.
ADLER Solar unterstützt die Veranstaltung – Deutschlands Leitkonferenz für innovative Energiewirtschaft – auch in diesem Jahr als Gold Sponsor. Zu dem großen Branchentreffen werden rund 700 Teilnehmer erwartet, die mit Experten aus Wirtschaft und Politik, mit Insidern, CEOs und Start-Ups über aktuelle Fragen, Innovationen und Herausforderungen der neuen Energiewelt diskutieren.

Wir freuen uns, Sie dort zu treffen! Stimmen Sie vorab gern einen Termin mit uns ab.
 

„Problemkind“ Anschlussdose: Die häufigsten Konstruktionsfehler und der Weg aus dem Dilemma

Mit dieser Ausgabe starten wir eine Kurz-Serie zum Thema „Anschlussdosen“, basierend auf dem aktuell im September-Heft des pv magazines veröffentlichten Artikel „Von der Achillesferse zum Gehirn“ von Sönke Jäger, CTO bei ADLER Solar. Lesen Sie heute eine Einführung, die Fortsetzung folgt in der nächsten Ausgabe unseres Newsletters.

Anschlussdosen sind das Gehirn eines Photovoltaikmoduls, hier laufen sämtliche elektrischen Signale zusammen. Bereits einfache Ausführungen bei kristallinen Standard-PV-Modulen haben in der Regel drei Bypass-Dioden, die es ermöglichen, im Fehler- oder Beschattungsfall einzelne Zellstrings in den Kurzschluss zu schalten, um den Stromfluss im Modul nicht zu blockieren.

Seit einiger Zeit kommen zunehmend Anschlussdosentypen auf den Markt, die zusätzliche Funktionen, wie Strom- und Spannungsmessung oder eine aktive Optimierung im Verschattungsfall bieten.

Wie passt es dazu, dass bei aller Relevanz, die der Anschlussdose eines Solarmoduls zuzuschreiben ist, die Qualität und das Design von vielen Anschlussdosentypen mehr als verbesserungswürdig sind?

Bei den uns bekannten Serienfehlern und Rückrufaktionen der vergangenen neun Jahre waren bei mehr als 75 Prozent der Fälle Anschlussdosen die Hauptfehlerursache. Ist es wirklich derart komplex, eine langfristig haltbare Anschlussdose zu entwickeln, zu fertigen und am PV-Modul zu befestigen? Ja und nein ist wohl die richtige Antwort.
Auf der einen Seite fließen in der Anschlussdose Ströme bis etwa zehn Ampere auf engstem Raum, so dass es zu hohen thermischen Belastungen innerhalb von Anschlussdosen kommen kann. Außerdem können die Bypass-Dioden einer Anschlussdose im Leben einer PV-Anlage in verschiedenen Betriebszuständen häufig belastet werden. Darüber hinaus wirken Umwelteinflüsse wie Temperatur, Feuchtigkeit, UV-Strahlung und potenziell auch Überspannungen über viele Jahre auf Anschlussdosen ein.
Auf der anderen Seite wurde und wird die Anschlussdose als klassisches Zulieferbauteil mit wenig Wertschätzung so billig wie möglich eingekauft. Ein nach wie vor anhaltender Trend, der nicht dazu führen wird, dass Anschlussdosen zuverlässiger werden.
Das Argument, dass Reparaturen an Modulen betriebswirtschaftlich nicht sinnvoll sind, da sie immer günstiger würden, ist inhaltlich übrigens falsch: Die Reparatur von Anschlussdosen oder der Tausch von Dioden kostet nach wie vor einen Bruchteil des neuen Moduls, meist etwa ein Drittel des Neuwerts eines PV-Moduls. Darüber hinaus ist zu beachten, dass sich im Verlauf eines PV-Lebens viele neue Modultypen mit unterschiedlichen Geometrien und elektrischen Kennwerten entstehen und vergehen, so dass aktuelle Module häufig gar nicht 1:1 in bestehende Photovoltaikanlagen integriert werden können.

Die Fortsetzung des Artikels lesen Sie in der November-Ausgabe des ADLER Solar Newsletters. Dann geht es um die konkreten Ursachen für defekte Anschlussdosen.
 

Solar Asset Management Europe: Roundtable Diskussion zum Thema Repowering

Als Gold Sponsor unterstützt ADLER Solar in diesem Jahr die „Solar Asset Management Europe“, die vom 7. bis 8. November in Mailand stattfindet. Im Rahmen der Messe, die sich im Schwerpunkt der Optimierung von PV-Anlagen widmet, wird es eine Roundtable Diskussion geben. Dabei geht es um erfolgreiche technische Fallbeispiele aus dem Bereich PV Repowering.

Seitens ADLER Solar nimmt Gerald Wotruba, Senior Consultant, an der Gesprächsrunde teil. Gerald Wotruba war drei Jahre als Representative Director des ADLER Solar Joint Ventures ADLER Solar Works in Japan tätig. Dort, sowie während seiner langjährigen Beschäftigung bei BEC Solar, managte der Ingenieur zahlreiche internationale Projekte im Photovoltaik-Bereich.

Besuchen Sie uns auf der Solar Asset Management Europe – Stand Nr. 17!
Tel. +49 421 83 57 01 00

wotruba@adlersolar.de
 

Hochschule Bochum wird Vizeweltmeister bei der World Solar Challenge

Die Studierenden der Hochschule Bochum schafften es zum zweiten Mal nach 2013 auf den 2. Platz bei der Weltmeisterschaft der Solarmobile in Australien – und das trotz ungewöhnlich schlechter Wetterbedingungen und Schwierigkeiten mit der Technik. Als Gewinner in der inoffiziellen Kategorie „Wer hat das schönste Auto gebaut?“ standen die Bochumer mi ihrem thyssenkrupp blue.cruiser aber von Anfang an fest. Das überragende Design hatte alle bei dieser Weltmeisterschaft überzeugt.

Des Weiteren präsentierte das Solarcar-Team eine Studie zum Thema Nachhaltigkeit beim Fahrzeugbau. Mit Hilfe einer Lebenszyklus-Analyse untersuchte das Bochumer Team den kompletten Herstellungs- und Verwendungsprozess eines Solarcars. Die Idee aus Bochum fand reges Interesse bei Chris Selwood, Chef der Bridgestone World Solar Challenge, so dass darüber nachgedacht wird, Nachhaltigkeitsaspekte, insbesondere in der Cruiser-Klasse, für den zukünftigen Wettbewerb in die Bewertung der Teams mit aufzunehmen.

©Text- und Bildquelle: Hochschule Bochum

 

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