Die aktuelle Auswertung der ADLER Solar Datenbank basierend auf den Messwerten von über 40.000 PV-Modulen der Baujahre 2008 bis 2015 zeigt, dass die untersuchten Dünnschichtmodule deutlich anfälliger für Minderleistung waren als die kristallinen. Dabei, so verdeutlichen die Untersuchungsergebnisse, sind die festgestellten Degradationsmechanismen überwiegend modulimmanent, d.h. die Ursachen der Leistungsminderung sind primär auf Zellebene zu finden.

Folglich besteht vor allem für Anlagen mit Dünnschichtmodulen ein großes Repowering Potenzial und damit die Chance, die betroffenen Module durch aktuelle, effizientere zu ersetzen.

Da die repowerte Anlage nur maximal die ursprünglich gemeldete Nennleistung erbringen darf, um weiterhin die bisherige Vergütung zu erhalten, empfiehlt es sich, die frei werdende Dachfläche für eine Neuanlage (bis 750 kW) zu nutzen und damit für diese – gemäß des EEG 2017 – zusätzlich eine Festvergütung in Anspruch zu nehmen.

Ein interessantes Ergebnis im Rahmen der Untersuchung der kristallinen Module ist, dass zwischen der Ausprägung von Mikrorissen und einer Leistungsminderung keine eindeutige lineare Korrelation besteht. Der Einfluss von Mikrorissen auf die Leistung der PV-Module ist von vielen Faktoren, wie Rissform, -länge, Position auf Zelle und Intensität, abhängig. Festzustellen ist, dass auch PV-Module mit sehr vielen und sehr stark ausgeprägten Mikrorissen eine Leistungsminderung aufweisen, die sich unterhalb der Leistungsgarantiegrenzwerte der Hersteller befinden.

Qualitätssicherung und Leistungsoptimierung stehen seit nunmehr zehn Jahren im Fokus von ADLER Solar. Daher werden unsere Experten die Untersuchungen zur Qualität von PV-Modulen abhängig vom Modulalter und Herkunft weiter fortführen. Auch die Unterschiede zwischen verschiedenen kristallinen Zelltechnologien werden wir im Rahmen eines weiteren Projekts unter die Lupe nehmen. Zudem steht eine separate Betrachtung von Neumodulen im Rahmen von Wareneingangskontrollen auf dem Plan.

Bei Interesse stellen wir Ihnen gerne weitere Informationen und Detailergebnisse der Auswertung zur Verfügung.
jaeger@adlersolar.de |+49 421 83 57 01 00

 

Gut zu wissen: Wichtige Normen und Regelwerke für PV-Anlagen-Betreiber

Betreiber von größeren PV-Anlagen mit der primären Absicht der Gewinnerzielung sind gefordert, ein Gewerbe anzumelden. Damit verpflichten sie sich zudem, das Unternehmen bei der Berufsgenossenschaft anzumelden, was wiederum die Einhaltung bestimmter Vorschriften erfordert, insbesondere im Bereich Unfallverhütung.

Wie andere elektrische Anlagen, unterliegen PV-Anlagen und deren zugehörige Betriebsmittel der Alterung und Abnutzung durch Umwelteinflüsse und besondere Betriebsbedingungen. Um Fehler und Störungen zu vermeiden bzw. zu beseitigen und damit die Wirtschaftlichkeit, aber insbesondere auch die Anlagensicherheit (Schutz von Personen und Substanzen) zu gewährleisten, sind Anlagen nach den allgemein anerkannten Regeln der Technik von Fachkräften zu installieren und regelmäßig zu prüfen. Wichtig ist es, auf eine vollständige Dokumentation zu achten.

Insbesondere bei der Übernahme durch den Errichter muss dieser bestätigen und dokumentieren, dass die errichtete Anlage den Bestimmungen der Unfallverhütungsvorschriften entspricht.

Hier finden Sie eine Übersicht wichtiger Normen und Regelwerke für Betreiber von PV-Anlagen:

DIN EN 62446 (VDE 0126-23): Netzgekoppelte Photovoltaiksysteme: Mindestanforderung an Systemdokumentation, Inbetriebnahmeprüfung und wiederkehrende Prüfungen.
DIN VDE 0100-712 (VDE 0100-712):2006-06: Elektrische Anlagen von Gebäuden, Teil 7-712: Anforderungen für Betriebsstätten, Räume und Anlagen besonderer Art

DIN VDE 0100-600: Errichten von Niederspannungsanlagen, Teil 6: Prüfungen

DIN VDE 0105-100 (VDE 0105-100):2009-10: Betrieb von elektrischen Anlagen, Teil 100: Allgemeine Festlegungen.

BGV A3 Unfallverhütungsvorschriften: Elektrische Anlagen und Betriebsmittel.

Energiewirtschaftsgesetz (EnWG).

Technische Regeln für Betriebssicherheit TRBS 1201: Prüfungen von Arbeitsmitteln und überwachungsbedürftigen Anlangen (Dezember 2006).

DIN EN 61082-1:2007-03; VDE 0040-1:2007-03: Dokumente der Elektrotechnik Teil 1: Regeln.

DIN VDE 0100-510: Errichten von Niederspannungsanlagen, Teil 5-51: Auswahl und Errichtung elektrischer Betriebsmittel, Allgemeine Bestimmungen.

Foto: pixabay

„Abwärts immer – aufwärts nimmer!“

Martin Schachinger, Gründer und Geschäftsführer unseres langjährigen Partners pvXchange, verfasst regelmäßig einen Marktkommentar, der u.a. auf der Website des pv magazines veröffentlicht wird. Lesen Sie hier seinen Dezember Beitrag, in dem der PV-Experte auf das vergangene Jahr zurückschaut und zudem einen Ausblick wagt auf die Preisentwicklung des neuen Jahres.

Photovoltaik weiter im Aufschwung

Laut einer aktuellen Meldung des Bundesverbands Solarwirtschaft (BSW-Solar) ist die Nachfrage nach Photovoltaik im letzten Jahr spürbar gestiegen: Insgesamt wurden 2017 rund 55.000 PV-Anlagen mit einer Nennleistung von bis zu 10 kWp installiert, so die Schätzungen des BSW-Solar. Im Vorjahr waren es 44.000 neu installierte PV-Anlagen. Im Eigenheimsektor sei die Nachfrage im Vergleich zu 2016 um ca. ein Viertel gestiegen.

Angesichts der deutlich verbesserten Rentabilität neuer PV-Systeme erwartet der BSW-Solar für 2018 ein weiteres Anziehen der Nachfrage.

Rund 980.000 PV-Anlagen wurden bis heute insgesamt im gesamten Bundesgebiet in der Leistungsklasse bis 10kWp installiert. „Landauf, landab investieren wieder deutlich mehr Haushalte in eine eigene Solarstromanlage. Die Investition in eine klimafreundliche Eigenstromversorgung macht sich meist auch finanziell nach relativ kurzer Zeit bezahlt. Solarenergie ist die populärste Energieform in Deutschland“, erläutert Carsten Körnig, der Hauptgeschäftsführer des Solarverbandes.

Laut Einschätzung des BSW-Solar dürfte 2017 auch die Zahl der PV-Anlagen für größere Dächer in Gewerbe, Handel und Industrie im zweistelligen Prozentbereich gestiegen sein. „Auch immer mehr Unternehmen erkennen die Wirtschaftlichkeit von Solarstrom und investieren in ein PV-Kraftwerk auf dem eigenen Firmendach“, so Körnig.
Eine Übersicht der Solarstromerzeugung 2017 im Vergleich zu 2016 finden Sie hier.

Quelle: BSW-Solar, Foto: pixabay

Rundum regenerativ: BIQ – Das Algenhaus

2013 wurde in Hamburg Wilhelmsburg das erste Haus weltweit in Betrieb genommen, welches sich über eine Gebäudefassade aus Photobiokollektoren selbst mit Energie versorgt.

Das Haus entstand im Rahmen der Internationalen Bauausstellung (IBA) in Hamburg und ist schon auf den ersten Blick spektakulär: Das kubische viergeschossige Wohnhaus weist zwei unterschiedliche Fassaden auf. Die sogenannte Bioreaktorfassade ist dabei mehr als eine ästhetische Hülle. Sie dient als lebende Biohaut der Energiegewinnung. In ihrem Inneren werden Mikroalgen kultiviert, die unter Sonneneinstrahlung und Zugabe von CO2 und flüssigen Nährstoffen Biomasse und Wärme produzieren. Die Energie spendende Algenfassade ist weltweit einmalig und bedient sich neuester Erkenntnisse der Energie- und Umwelttechnik. Kombiniert mit Geothermie, Solarthermie und Fernwärme entsteht ein ganzheitlich regeneratives Energiekonzept. Das Algenhaus verfügt über 200 qm Algenfassade und könnte damit den gesamten Haushalt einer 4-köpfigen Familie mit Biostrom versorgen!

Quelle: biq-wilhelmsburg, Foto: pixabay

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