Basierend auf den Messwerten von über 40.000 PV-Modulen der Baujahre 2008 bis 2015 aus der firmeninternen Datenbank hat ADLER Solar nun eine Auswertung erstellt, die interessante Erkenntnisse zur Qualität von PV-Modulen liefert. Unter den zur einheitlichen Leistungsmessung festgelegten „Standard Test Conditions“ (STC) wurde die Leistung von insgesamt 41.689 PV-Modulen ermittelt. Ausgewertet wurden zum einen die Werte von Modulen aus kristallinem Silizium und zum anderen von Modulen diverser Dünnschichttechnologien.

Die Nennleistungen der überprüften Module reichten von 39 Wp bis 340 Wp. In der Auswertung, verantwortet von CTO Sönke Jäger, wurden jeweils die Abweichungen von der angegebenen Nennleistung festgehalten und zudem, so möglich, die jeweiligen Ursachen dokumentiert. Auch den Einfluss von Mikrorissen auf die Leistung eines Moduls haben unsere Experten in diesem Zuge untersucht und analysiert.

Bei Interesse stellen wir Ihnen gerne weitere Informationen und Detailergebnisse der Auswertung zur Verfügung.
jaeger@adlersolar.de | +49 421 83 57 01 00

 

„Problemkind“ Anschlussdose: Die häufigsten Konstruktionsfehler und der Weg aus dem Dilemma

Heute lesen Sie die den letzten Teil unserer Kurz-Serie zum Thema „Anschlussdosen“, basierend auf dem im September-Heft des pv magazines veröffentlichten Artikel „Von der Achillesferse zum Gehirn“ von Sönke Jäger, CTO bei ADLER Solar. Abschließend geht es um konkrete Konstruktionsvorschläge für wartungsfreundliche Anschlussdosen.

Die Lösung ist einfacher, als man denkt

Vor dem Hintergrund häufig auftretender Überspannungsschäden und der darüber hinaus material- und verarbeitungsbedingt auftretenden Schäden an Anschlussdosen, ist hier ein Umdenken zu fordern. Anschlussdosen als Teil eines PV-Moduls, das wiederum Teil eines Kraftwerks zur Stromerzeugung ist, sollten uneingeschränkt dazu dienen, den Betrieb des Solarkraftwerks über einen Zeitraum von 20 Jahren oder mehr zu den geringstmöglichen Kosten zuverlässig aufrecht zu erhalten. Dies bedingt, dass Anschlussdosen möglichst wartungs- und reparaturfreundlich konstruiert werden. Aussagen von Modulherstellern und anderen Akteuren im Markt, dass Anschlussdosen über einen (mehr als) 20-jährigen Zeitraum fehlerfrei funktionieren, sind auf Basis der bisherigen Langzeiterfahrungen überwiegend nicht haltbar.

Durch eine optimierte Konstruktion ließen sich wartungsfreundliche Anschlussdosen ohne Mehraufwand zu geringen Kosten herstellen. Folgende Designaspekte sind hierbei insbesondere anzustreben:

  • Offene, nicht vergossene Anschlussdosendesigns: Hierdurch lässt sich ein möglicherweise notwendiger Diodentausch um mehr als 70 Prozent beschleunigen.
  • Membranen zu Feuchteregulierung: Zur Vermeidung dauerhafter Kondensatablagerung und Ansammlung innerhalb von Anschlussdosen sind Membranen beispielsweise im Anschlussdosendeckel zu berücksichtigen.
  • Vorrichtung für steck- oder lötbare Dioden: In der Regel werden Verbindungen innerhalb von Anschlussdosen per Schweißverfahren hergestellt. Im Bereich Retrofittung sind zur einfacheren Durchführung von Wartungs- und Reparaturarbeiten optional Löt- oder Steckplätze vorzusehen.
  • Überspannungsfeste Dioden: Zur Verringerung des Wartungsaufwands insgesamt ist es anzustreben, überspannungsfest(er)e Dioden zu verwenden (wie es sie in Ansätzen bereits gibt).

 
Darüber hinaus ist zu hinterfragen, ob die bisherigen Qualitätssicherungsstandards und beschleunigten Alterungstests sowohl in der Herstellung der Anschlussdosen als auch in der Modulproduktion ausreichen, um ein vollständiges PV-Leben nachzuempfinden und sicherzustellen.
Um Reparaturen an Modulen auch auf normativer Ebene besser abbilden zu können, ist als letzter Punkt eine Anpassung der Grundlagen anzustreben.

Der Preisdruck bleibt ein Teil des Problems

Über Jahre wurden – aufgrund des hohen Preisdrucks am Markt – PV-Module auf günstigste Fertigungskosten getrimmt. Dies führte zu einer Vielzahl an material- und fertigungsbedingten Problemen an Modulen und unter anderem zu einer hohen Anzahl schlecht konstruierter oder schlecht verarbeiteter Anschlussdosen.
Diese Entwicklung holt viele Hersteller und Anlagenbetreiber nun ein. Defekte Anschlussdosen können sehr schnell zu hohen Reparatur- oder Tauschkosten führen. Niedrige Investitionskosten (CAPEX) werden also durch hohe Betriebskosten (OPEX) erkauft. Hieraus müssen Hersteller und Betreiber lernen: Um die Stromgestehungskosten von PV-Anlagen weiter zu senken, muss die Haltbarkeit der Bauteile, insbesondere der Module und Wechselrichter, weiter verbessert werden. Der Anschlussdose ist als Achillesferse eines PV-Moduls zukünftig also deutlich mehr Aufmerksamkeit zu widmen – insbesondere dann, wenn die Anschlussdose als Gehirn eines PV-Moduls zukünftig noch schlauer werden und mehr Verantwortung tragen soll.

 

Feldstudie zur Auswirkung von Zellrissen auf die Leistung von PV-Modulen

Welche Auswirkungen haben Risse auf die Langzeitstabilität der Leistung von PV-Modulen?
Um diese Frage zu beantworten, haben sich vor zwei Jahren ADLER Solar, die Allianz Risk Consulting (Allianz Zentrum für Technik (AZT)), das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) und die ECOlution Engineers in einem Langzeitversuch zusammengeschlossen.
Die wichtigsten Ergebnisse der Studie „Langzeitversuch zum Degradationsverhalten rissbehafteter PV-Module“ wurden nun von den Autoren in der aktuellen Ausgabe (November 2017) des pv magazines vorgestellt und erläutert.

 

Statt Weihnachtskarten…

Auch in diesem Jahr haben wir uns bewusst dazu entschlossen, auf den Versand von Weihnachtskarten und Kalender für unsere Kunden und Geschäftspartner zu verzichten. Stattdessen unterstützen wir im Rahmen unseres Corporate Social Responsibility-Engagements für den Campus Preis der Bremer KELLNER & STOLL Stiftung für Klima und Umwelt das Deutschlandstipendium.

Im Rahmen dieses Programms des Bundesbildungsministeriums (BMBF) erhalten Studierende der Fachrichtung Natur und Umwelt für mindestens ein Jahr eine Unterstützung von 300 Euro im Monat. Diese Mittel werden zu 50% vom BMBF und zu 50% von privaten und institutionellen Spendern sowie Unternehmen, wie ADLER Solar, bereitgestellt.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen schon jetzt schöne Feiertage und einen entspannten Jahresausklang!

 

Im Dialog: Gutachter Forum und Versicherungstag in Bremen

Anfang des Monats richtete ADLER Solar gleich zwei inzwischen etablierte Veranstaltungen aus: Zum 3. ADLER Solar Gutachter Forum kamen rund 25 PV-Sachverständige nach Bremen. Ziel des Forums ist es, aktuelle Entwicklungen und Fachwissen auszutauschen, Synergien zu nutzen und dauerhaft ein Qualitätsnetzwerk zu etablieren. Marco Thesing, verantwortlicher Ansprechpartner seitens ADLER Solar für beide Veranstaltungen, hatte erneut ein interessantes Programm zusammengestellt. Auf der Agenda standen diesmal u.a. die Themen Schadenmanagement, vorbeugender Brandschutz für PV-Anlagen sowie die aktuelle Auswertung zur Qualität von PV-Modulen, basierend auf Messwerten von über 40.000 PV-Modulen aus der ADLER Solar Datenbank (s.o. Artikel „Qualität von PV-Modulen“).

Großen Anklang fand auch der 11. ADLER Solar Versicherungstag. Hier erwartete die Versicherungsexperten u.a. der Vortrag von Rechtsanwalt Andreas Kleefisch „Änderung des Kaufrechts – Verkäufer von PV-Komponenten haftet verschuldensunabhängig für die Ein- und Ausbaukosten“. Zudem wurden Reinigungsroboter für PV-Anlagen vorgeführt und die Auswirkungen der letzten Sturmtiefs diskutiert.

 

„Energiezukunft gestalten“: Unterstützung der Regionalkonferenz in Erlangen

Als Sponsor unterstützt ADLER Solar die Regionalkonferenz „Energiezukunft gestalten! Gemeinsam!“, die am 26. und 27. Januar 2018 in Erlangen stattfinden wird.
Auf dem Programm stehen Exkursionen und Vorträge zu den Themen Photovoltaik, Energiespeicher, Elektromobilität, rechtliche Rahmenbedingungen sowie Themen der globalen Entwicklung der erneuerbaren Energien.
Als Regionalkonferenz zielt die Veranstaltung darauf ab, die vorgestellten und diskutierten Energiekonzepte mit Umsetzungsbeispielen der Region um den Austragungsort Erlangen zu verbinden. Zudem bietet die Veranstaltung genügend Zeit für den persönlichen Austausch und den Besuch der Info-Stände.

 

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Unser Vertriebsleiter Claas Oltmann und sein Team stehen für Ihre Anfragen gern zu Verfügung.

Tel. +49 421 83 57 01 00
oltmann@adlersolar.de